Viele Menschen wussten es gar nicht, aber es gibt schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, Hängematten für Therapiezwecke einzusetzen.
Die Hängematte wird dabei in erster Linie von Ergotherapeuten verwendet, auch Krankengymnasten setzen auf sie als Mittel zur Therapie. In erster Linie wird das Drehen und Schaukeln, das mit der Hängematte möglich ist, eingesetzt. Damit kann der Gleichgewichtssinn der Kinder und auch anderer Patienten verbessert werden.
Gerade kleine Kinder und sogar schon Babys profitieren von der Hängematte, denn sie müssen den richtigen Gleichgewichtssinn noch finden. Andere Möglichkeiten, die Hängematten für Therapiezwecke einzusetzen, bestehen bei der Behandlung von Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen, die so gezielt therapiert werden können. Selbst bei der Behandlung von Legasthenie oder der Dyskalkulie, also der Lese-Rechtschreibschwäche sowie der Rechenschwäche, wurden schon gute Erfolge durch den Einsatz einer Hängematte bei den Kindern und Jugendlichen erzielt.
Wenn Sie eine Hängematte für Therapiezwecke kaufen möchten, sollten Sie aber auf einige Punkte achten. So sollte eine gewebte Hängematte gewählt werden, die nicht mit Stab befestigt wird und die auch keine Zierborte besitzt. Außerdem müssen diese Hängematten angemessen groß sein, mit zu kleinen Hängematten lässt sich nicht viel machen. Es gibt zum Beispiel therapeutische Übungen, bei denen muss die Hängematte an beiden Enden befestigt werden und wird dann gedreht. Für diese Drehungen gibt es so genannte Drehwirbel, die angebracht werden können. Hiermit werden unter anderem Bewegungsstörungen behandelt.
Auch bei der Behandlung von Kindern mit der so genannten Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS oder ADHS – letzteres in Verbindung mit Hyperaktivität) können Hängematten für Therapiezwecke eingesetzt werden. Sie schmiegen sich an den Körper der Kinder an und beruhigen sie dadurch. Die Kinder lernen ihre eigenen Körpergrenzen kennen.
In der Ergotherapie werden Hängematten aus Südamerika eingesetzt, unter anderem bei der Behandlung von Bewegungsstörungen, bei der Verbesserung der Tiefensensibilität oder bei der Tonusregulierung. Der Stoff für diese Hängematten ist sehr dicht gewebt und die Hängematte sollte möglichst breit sein.
Als Mindestmaß gilt hier 1,40 Meter. Der Patient liegt dann ausgestreckt, meist auf dem Bauch, in der Hängematte. Auch hier werden keine Hängematten mit Spreizstab verwendet. Der Gleichgewichtssinn der Kinder wird mit Hängematten geschärft, die geschaukelt und gedreht werden können.
Auch für zu Hause eignen sich die Hängematten, denn was in einer Therapiestunde eingesetzt wird, kann so daheim fortgeführt werden. Allerdings muss natürlich ein Mindestmaß an Platz vorhanden sein, damit die Hängematte befestigt oder aufgestellt werden kann.
Hier noch ein paar Tipps für den Kauf einer Hängematte für Therapiezwecke:
- Der Stoff sollte robust sein und nicht zu dünn gewebt.
- Keine Netzhängematten und Stabhängematten verwenden.
- Die Breite der Hängematte muss mindestens 1,40 Meter betragen. Der Patient muss ausgestreckt liegen können.
- Keine Hängematten mit Zierborten.
- Ist die Hängematte für die Behandlung von Kindern gedacht, sollten fröhliche und bunte Farbmuster gewählt werden, damit den Kindern die Scheu vor der Hängematte genommen wird.
