Die Netzhängematte stammt ursprünglich aus Lateinamerika. Ihr großer Vorteil ist, dass sie sich immer der aktuellen Liegeposition anpassen kann. Das ist durch die einzigartige Knüpftechnik möglich. Es wird bei der Netzhängematte auf einen Spreizstab verzichtet, daher kann der Liegende die gesamte Hängematte nutzen und kann in eine ruhige Position kommen. Möglich sind hier sowohl das Quer- als auch das Längsliegen, wobei das Querliegen schon allein aufgrund der Tatsache, dass eben kein Spreizstab vorhanden ist, anzuraten ist.

Netzhängematten sind aus einem speziellen Zwirn gefertigt und sind daher sehr leicht. Wer also in den Urlaub reisen will und seine Hängematte mitnehmen möchte – dem steht nichts im Wege!
Netzhängematten gelten sogar als die Hängematten, in denen das bequemste Liegen überhaupt möglich ist. Sie sind sehr tragfähig und können daher auch schweren Personen oder zwei Menschen das Liegen erlauben. Allerdings haben sie doch eine Schwachstelle: Aufgrund des Netzes ist die Hängematte gegen Knöpfe und Ketten empfindlich. Auch Katzen können sie kaputt machen. Ist damit zu rechnen, dass es sich Katzen auf der Hängematte bequem machen möchten, sollte daher doch lieber auf eine andere Art der Hängematten zurückgegriffen werden.

Im Gegensatz zu den Tuchhängematten erlauben es die Netzhängematten aber, noch besser in der Diagonalen zu liegen. Sie sind nämlich in der Breite sehr variabel und können sich sehr weit dehnen. Angeboten werden die Netzhängematte aus Baumwolle oder aus Nylon, wobei Baumwolle die bessere Wahl ist. Baumwolle ist weicher als Nylon und das Liegen ist daher angenehmer. Auch kann die Hängematte aus Baumwolle leichter wieder repariert werden, wenn sie doch einmal einen Schaden aufweisen sollte. Ansonsten ist die Netzhängematte mit einer sehr langen Lebensdauer gesegnet. Aufgerissene Schnüre können wieder repariert werden, was aber vom Fachmann durchgeführt werden sollte. Einfaches Zusammenknoten ist nicht zu empfehlen.
Ansonsten wird mit der Netzhängematte ebenso verfahren, wie mit jeder anderen Hängematte auch. Sie wird mit mildem Waschmittel gewaschen, wobei das am besten per Hand geschieht. Wird die Hängematte in der Waschmaschine gewaschen, so sollten die Enden vorher so übereinander gelegt werden, dass sie nicht verfitzen können. Auch auf Schleudern sollte verzichtet werden. Lieber kann die Hängematte feucht aufgehängt werden und an der Luft trocknen, beziehungsweise, sich richtig einhängen. Die Netzhängematte sollte aber ebenso, wie zum Beispiel die Tuchhängematte, nicht dauerhaft der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Denn diese schädigt sie auf längere Sicht. Auch die Einflüsse der Witterung sind nicht zu unterschätzen. Das heißt nicht, dass die Hängematte täglich wieder abgebaut werden muss, aber bei einer längeren Regenzeit ist es schon zu empfehlen, die Hängematte ins Trockene zu bringen.